Mitarbeitervertretung
Für eine junge Branche nicht ungewöhnlich ist, dass die betriebliche Mitarbeitervertretung in Form von Betriebsräten nicht sehr gut etabliert ist.
Bei der Befragung wurden Stimmen laut wie: „Wir wollen arbeiten, wir brauchen so was nicht“. Größere Unternehmen verfügen häufiger über einen Betriebsrat als kleinere, wobei dies bei den
befragten Unternehmen erst ab 1.000 Mitarbeitern deutlich steigt. Eher unter der Hand bekamen wir aber auch genannt, dass dieses Thema in einzelnen Unternehmen tabuisiert würde und sie weitere
Angaben als zu gefährlich für sich einschätzen würden.
Für die Windenergie hat die IG Metall auf einer Konferenz „Wind und Arbeit“ im November 2010 den Fokus auf die Branche und die dort fehlende Mitbestimmung gerichtet. Durch das rasante Wachstum in
der Branche sind auch aus Sicht der Gewerkschafter Regelungen zur gerechten Entlohnung und Mitbestimmung nicht zufriedenstellend eingeführt worden.
Zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Perspektive in einer wachsenden grünen Industrie gehörten sowohl eine gesunde Umwelt als auch faire Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, heißt es
in einer Erklärung „Rückenwind“. Sechs Forderungen wurden aufgestellt, darunter: Arbeits- und Leistungsbedingungen seien tariflich zu regeln, familienunfreundliche Arbeitszeiten abzuschaffen, die
Einführung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen und die Mitbestimmung der Betriebsräte seien sicherzustellen.

