Einsatz von Personalentwicklungsinstrumenten
Bei der Entwicklung unserer Befragung waren wir neugierig, in welchem Umfang die schnell wachsenden Unternehmen Zeit für Personalentwicklung finden.
Über die Erfahrungen aus der IT-Branche wird berichtet, dass Personalentwicklung erst so richtig betrieben wurde als das Wachstum zum Stillstand kam und damit für die Personalabteilungen Zeit
blieb, sich dem bestehenden Team zuzuwenden statt laufend neue Mitarbeiter einzustellen. In Pre-Tests und Gesprächen zeichnete sich dieser Trend auch bei den Erneuerbaren ab. Bei der eigentlichen
Befragung wurden erfreulich viele Instrumente genannt, die die Unternehmen einsetzen.
Bei der Bitte um Einschätzung der Effektivität der Instrumente fielen zahlreiche eingesetzte Methoden dann aber wieder stark zurück. Dies kann an der Methode an sich liegen oder an der
Intensität, wie diese tatsächlich zum Einsatz kommt und damit auch Wirkung zeigen kann.
Eingesetzte PE-Instrumente
Die Wichtigkeit von „Training on the Job“ deckt sich mit einer Befragung der TU Berlin, einem Expertendelphi zur Personalentwicklung 2020. Hier fokussiert sich Lernen immer mehr in den Bereich
des Lernens am Arbeitsplatz. Seminarangebote
mit der Gießkanne gehören für diese Zukunftsprognose immer mehr der Vergangenheit an. Dabei werden sich die einzelnen Mitarbeiterinnen immer mehr zu „Wissensunternehmern“ entwickeln, die selbst
wissen, was ihnen noch fehlt und an welchen Stellen eine Weiterentwicklung sinnbringend ist.
Die Personalentwicklung ist strategischer Partner dieses Wissensunternehmertums, entsprechend ist Coaching auch das Personalentwicklungsinstrument, von dem die Studienteilnehmer in Zukunft den stärksten Bedeutungszuwachs erwarten. Fast alle Unternehmen bieten Seminare an – hier wurde nochmals gezielt nachgefragt, welche Themen in Seminaren vermittelt werden. Es überrascht nicht, dass alle Unternehmen ihre Mitarbeiter zu fachlichen Themen qualifizieren. Die Branche verändert sich so stark, dass eine laufende Qualifizierung zu fachlichen Themen für die Mitarbeiter fast zwingend ist. Auch Projektmanagement und Sprachen/Interkulturelle Trainings werden häufig angeboten. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen qualifizieren darüber hinaus in den Bereichen Soft Skills und Gesundheitsvorsorge.

