Die Juwi-Academy verbindet
Die juwi-Gruppe aus Wörrstadt gehört zu den führenden Projektentwicklern von Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen. Das Unternehmen wurde 1996 von Fred Jung und Matthias Willenbacher gegründet und
ist heute sowohl ein regional verwurzelter Mittelständler mit Sitz in Rheinland-Pfalz als auch ein Weltunternehmen.
Gemeinsam haben die Vorstände das Unternehmen von einem Zwei-Mann-Büro zu einer weltweit tätigen Gruppe mit rund 1.100
Mitarbeitern entwickelt. Allein in den vergangenen beiden Jahren hat juwi mehr als 600 neue Arbeitsplätze geschaffen. In diesem Jahr sind über 17.000 Bewerbungen eingegangen, Tendenz steigend.
Die Gruppe verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Griechenland, Polen, Großbritannien, Indien, den USA und Costa Rica.
juwi hat sich mit großen Schritten entwickelt und begeistert eigene Mitarbeiter, Auszubildende, Praktikantinnen und Studenten sowie die Branche gleichermaßen.
juwi wirbt mit der Bündelung unterschiedlicher Kompetenzen unter einem Dach: Planung, Realisierung und Betrieb aus einer Hand. Wie gelingt es, hierfür viele neue Menschen in möglichst kurzer Zeit in das Unternehmen, seine Abläufe und in die Branche einzubinden und mit sehr anspruchsvollen Aufgaben an verschiedenen Standorten zu betrauen.
Mit der juwi-academy!
2008 gestartet, ist sie als verbindendes Element zwischen Unternehmen und Mitarbeitern mit gewachsen. Neben ihrer weiterbildenden Funktion unterstützt sie auch die Integration von neuen
Mitarbeitern, Auszubildenden, Praktikanten und Studentinnen aus dualen Studiengängen.
In den vier eigenen Schulungsräumen am Hauptsitz in Wörrstadt verbringen alle neuen Mitarbeiter in ihren ersten 5 Monaten in der Summe ca. zwölf Tage in Seminaren und Workshops. Die siebenköpfige
Academy-Abteilung beschäftigt 50 interne Referenten
sowie rund 20 gezielt ausgewählte externe Fachleute oder Beraterinnen nach Bedarf. Vermittelt wird vorrangig Basis- und Fachwissen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien sowie Wissen über die
Firma, ihre Abläufe und Aufgaben. „Warum
funktioniert es so wie es funktioniert?“ und „Warum wird welche Entscheidung wie getroffen?“ sind wichtige Fragen, über die sich Teilnehmer und Referenten von juwi austauschen. Weitere
Themen
sind zum Beispiel Projektmanagement, Sprachen, Interkulturelles und Soft Skills.
2010 zählte die Academy mehr als 4.200 Veranstaltungsteilnahmen.
Neben ein- und mehrtägigen Workshops finden auch viele Halbtages-Seminare statt, um einerseits allen Mitarbeitern die Teilnahme zu ermöglichen und andererseits die Beeinträchtigungen des
Kerngeschäfts in Grenzen zu halten. Die Evaluation der Schulungen zeigt, dass die Teilnehmer sehr zufrieden sind. Manche Führungskraft kritisiert, dass das vermittelte Wissen nicht spezifisch
genug auf den konkreten Arbeitsplatz zugeschnitten ist. Das ist einerseits nachvollziehbar, andererseits verfolgt der Vorstand mit der Akademie das Ziel, den Gesamtblick für das Unternehmen zu
schärfen, die Firmenphilosophie und das Zusammenwirken der verschiedenen Bereiche zu vermitteln. In diesem Sinne ist die heterogene Zusammensetzung der einzelnen Gruppen wertvoll:
Die Teilnehmer kommen aus den verschiedensten Fachbereichen, Abteilungen oder Standorten und gehören gleichzeitig unterschiedlichen Altersgruppen und Hierarchieebenen an. Dies sowie der Einsatz
interner Referenten mit verschiedenen
Schlüsselrollen ermöglicht allen, das Unternehmen noch einmal anders kennen zu lernen und von vornherein „über den eigenen Tellerrand“ zu schauen und das Gesamtunternehmen und sein Geschäft zu
begreifen.
Die Academy ist heute mit ihrer Verbindungsfunktion sehr präsent – sowohl im Gesamtunternehmen als auch in den Köpfen der einzelnen Mitarbeiter. Dies führt auch dazu, dass viele Erwartungen und
immer wieder neue Themen an die Abteilung herangetragen werden. Der Erfolg ist nur möglich, weil der Vorstand der Academy eine entsprechende Bedeutung beimisst und sie mit kontinuierlichen
Investitionen unterstützt.
juwi wächst und verändert sich – und das schnell. Auch die Academy muss daher ihr Konzept und Teile ihres Angebotes immer wieder überarbeiten.

